Wie sieht eine Busfahrt wirklich aus?
Ein Bus verbringt einen überraschend großen Teil der Fahrt im Stillstand. Dieses Tool misst Geschwindigkeit und Strecke sowie das, was eine Busfahrt wirklich ausmacht: wie oft Sie gehalten haben und wie lange Sie gestanden haben.
Der Stopps-Zähler zählt hoch, sobald der Bus für mehr als fünf Sekunden zum Stehen kommt und anschließend anfährt. Haltestellen, rote Ampeln und Staus zählen gleichermaßen, denn aus Sicht des Fahrgasts kosten sie alle dieselbe Zeit.
Warum ist die Durchschnittsgeschwindigkeit so niedrig?
Ein Stadtbus erreicht auf seiner Route selten mehr als 12 bis 18 km/h im Schnitt, selbst wenn er zwischen den Haltestellen 50 km/h fährt. Das liegt an der Arithmetik, nicht am Fahrstil.
Vergleichen Sie Fahrzeit mit der Gesamtzeit – das Ergebnis ist meist deutlich. Ein Drittel bis die Hälfte einer vollen Stadtstrecke verbringt der Bus im Stillstand. Busspuren und Ampelschaltungen machen den Bus zwischen Haltestellen nicht schneller – sie verkürzen die Standzeit, in der die meiste Zeit verloren geht.
| Busart | Durchschnitt | Zwischen Stopps |
|---|---|---|
| Stadtbus (Zentrum) | 10 bis 14 km/h | 30 bis 40 km/h |
| Überlandbus | 18 bis 25 km/h | 50 km/h |
| Expressbus / BRT | 25 bis 30 km/h | 60 km/h |
| Fernbus | 70 bis 85 km/h | 100 km/h |
Wie schnell darf ein Bus rechtlich fahren?
Busse unterliegen oft strengeren Tempolimits als Pkw und besitzen meist einen mechanischen Geschwindigkeitsbegrenzer.
- EU- und UK-Fernbusse müssen einen auf 100 km/h eingestellten Begrenzer haben. Ein Fernbus auf der Autobahn, der einen Lkw nicht überholt, hängt an diesem Begrenzer – ihm fehlt nicht die Leistung.
- Britische Eindecker über 12 m sind auf Autobahnen auf 62 mph gedrosselt. Kürzere Busse und Doppeldecker sind noch stärker begrenzt.
- Stadtbusse sind oft weit unter dem eigentlichen Tempolimit abgeregelt. 50 oder 60 km/h sind üblich, egal was die Schilder anzeigen.
- Lokale Bestimmungen variieren, und die per Klick einstellbaren Warnungen decken die gängigsten Limits ab.
GPS-Empfang im Bus
Ein Bus ist für GPS-Empfang schlechter als ein Zug und deutlich schlechter als ein Fahrrad. Das Dach besteht aus Metall, neuere Scheiben sind oft beschichtet, und Stadtlinien verlaufen exakt dort, wo Signale an Häuserwänden reflektiert werden.
- Setzen Sie sich ans Fenster. Bei einem Doppeldecker oben, da dort mehr freier Himmel sichtbar ist.
- Achten Sie auf die Genauigkeit. Über ±50 m nutzt das Smartphone Mobilfunkmasten statt Satelliten – die Geschwindigkeitsangabe ist dann unbrauchbar.
- Rechnen Sie zwischen hohen Gebäuden mit schwankenden Werten. Das liegt an Signalreflexionen, nicht am Busfahrer.
- Unterirdische Busbahnhöfe bieten keinerlei Empfang.
Fahrplan mit der Realität vergleichen
Lassen Sie den Test während einer gesamten Fahrt laufen, um ungeschönte Daten zu erhalten: reale Strecke, reale Zeit und echte Standzeit. So finden Sie schnell heraus, ob eine Linie im Berufsverkehr wirklich langsamer ist oder es sich nur so anfühlt.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Durchschnittsgeschwindigkeit so viel niedriger als das Tempo auf dem Tacho?
Weil der Durchschnitt jeden Stopp einberechnet. Ein Stadtbus kann zwischen Haltestellen 40 km/h erreichen und auf der gesamten Strecke dennoch nur 12 km/h im Schnitt fahren. Vergleichen Sie Fahrzeit mit der Gesamtzeit, um die Standzeit zu sehen.
Was zählt der Stopps-Zähler?
Jedes Mal, wenn der Bus länger als fünf Sekunden steht und dann wieder anfährt. Das System kann Haltestellen nicht von roten Ampeln unterscheiden – aus Fahrgastperspektive kosten beide jedoch dieselbe Zeit.
Warum schwankt die Anzeige in der Innenstadt?
GPS-Signale reflektieren an hohen Gebäuden und kommen verzögert an, was als Schein-Geschwindigkeitsänderung angezeigt wird. Erhöhen Sie die Glättung und achten Sie auf die Genauigkeit.
Wie schnell darf ein Fernbus fahren?
In der EU und im Vereinigten Königreich müssen Fernbusse auf 100 km/h begrenzt sein. Die Tempolimits auf Straßen können niedriger sein, und Stadtbusse sind oft noch deutlich strenger abgeregelt.
Der Test zeigt im Bus gar nichts an.
Metalldächer und beschichtetes Glas blockieren Satellitensignale. Setzen Sie sich ans Fenster oder nach oben, falls vorhanden. Bleibt die Genauigkeit über ±50 m, empfängt das Gerät keine Satelliten.