Zug-Geschwindigkeitstest

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Wie schnell fährt dieser Zug gerade?

Manche Züge haben Anzeigen, die die Geschwindigkeit verraten. Die meisten nicht – und wo es Anzeigen gibt, wird oft gerundet oder sie tauchen nur für wenige Sekunden auf. Klicke auf Start, um deine Geschwindigkeit fortlaufend auf einem Tacho anzuzeigen, der nicht wie beim Auto schon früh aufhört.

Der spannendste Wert ist Max. Selbst Hochgeschwindigkeitszüge fahren meist unter der Maximalgeschwindigkeit der Strecke und erreichen diese nur auf Schnellfahrabschnitten. Lass die Messung einfach laufen und prüfe am Ende den Spitzenwert.

Warum lässt sich die Geschwindigkeit im Zug so gut messen?

Züge bieten für die Satellitennavigation fast perfekte Bedingungen. Die Gleise verlaufen meist gerade oder in sanften Kurven, das Tempo bleibt lange konstant und Bahnstrecken führen häufiger durch offenes Gelände als Straßen. Unter diesen Bedingungen misst ein Smartphone die Geschwindigkeit selbst bei 300 km/h auf wenige km/h genau.

Zeigt der Tacho direkt am Fenster trotz freier Sicht null an, ist das Glas sehr wahrscheinlich beschichtet. Versuche es am Fenster einer Einstiegstür oder im Türbereich – diese sind häufig nicht bedampft.

Was die Messwerte im Zug bedeuten

Höchstgeschwindigkeiten im Überblick

Zugtyp Höchstgeschwindigkeit Region / Land
Shinkansen N700S 285 bis 300 km/h Japan
TGV 300 bis 320 km/h Frankreich
ICE 3 300 km/h Deutschland
Eurostar 300 km/h HS1 und LGV Nord
Frecciarossa 1000 300 km/h Italien
CR400 Fuxing 350 km/h China
Britische Intercitys 200 km/h ECML und WCML
Regional- & Nahverkehr 120 bis 160 km/h Großteil Europas
U-Bahn / Metro 70 bis 100 km/h Unterirdisch (kein GPS-Empfang)

Der Rekord, den kein Fahrgast erlebt

Die höchste Geschwindigkeit eines konventionellen Schienenfahrzeugs beträgt 574,8 km/h, aufgestellt von einem modifizierten TGV bei einer Testfahrt im Jahr 2007. Eine japanische Maglev-Schwebebahn erreichte 2015 sogar 603 km/h ohne Schienenkontakt. Im Fahrplanbetrieb liegen die Tempo-Limits deutlich darunter, da Verschleiß, Energieverbrauch und Sicherheitsreserven mit höherem Tempo steil ansteigen.

Akku und Rücksicht

Dauerhaftes GPS bei eingeschaltetem Bildschirm verbraucht viel Energie – nutze am besten die Steckdose an deinem Sitzplatz. Wenn du das Diagramm ausschaltest, sparst du zusätzlich Strom. Auf Nachtfahrten schont der Dunkelmodus zudem die Augen deines Sitznachbarn.

Häufig gestellte Fragen

Warum fällt die Geschwindigkeit im Tunnel auf null?

Unter Tage gibt es keinen Satellitenempfang. Der Punkt wird rot und die Messung fällt nach wenigen Sekunden auf null. Deine bisherige Strecke und Höchstgeschwindigkeit bleiben gespeichert, und die Messung läuft automatisch weiter, sobald du den Tunnel verlässt.

Warum zeigt die Messung selbst am Fenster null an?

Die meisten Hochgeschwindigkeitszüge und viele moderne Regionalwagen besitzen metallbedampfte Scheiben, die Satellitensignale fast wie die metallene Wagenwand abschirmen. Probiere es an einem Fenster im Einstiegsbereich – diese sind meist nicht bedampft.

Wie genau ist die Messung bei 300 km/h?

Sehr genau. Zugfahrten bieten nahezu optimale Bedingungen für GPS. Bei gutem Empfang weicht die Messung meist nur um wenige km/h ab.

Warum ist meine Durchschnittsgeschwindigkeit viel niedriger als das Höchsttempo?

Der Durchschnittswert berücksichtigt alle Zwischenhalte und Langsamfahrstellen. Bei Zügen mit vielen Stopps liegt er oft unter der Hälfte des Spitzentempos. Vergleiche Fahrtzeit und Gesamtzeit, um zu sehen, wie lange der Zug gestanden hat.

Funktioniert der Test auch in der U-Bahn?

Nein. Unterirdische Tunnelstrecken bieten keinerlei Empfang. Auf oberirdischen Abschnitten von Metro- und S-Bahnen funktioniert die Messung hingegen problemlos.